Rückblick Weihnachten 2015

Hallo meine lieben Leser,

es hat sich jetzt doch nochmals etwas hin gezogen, aber nun ist er da, der lang erwartete Blogeintrag ;-). Ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten, wie ich Weihnachten und Silvester in Tansania gefeiert habe. Fangen wir einfach am besten ganz von vorne an.

Ab dem 17. Dezember haben sich immer mehr Freiwillige auf den Weg in das schöne Omurushaka, besser gesagt zu mir nach Hause, gemacht. Es trafen fast täglich Freiwillige ein, bis es endlich Heiligabend war. Mit den ersten Freiwilligen, die bei mir zu Hause eingetroffen sind, habe ich natürlich ein paar kleine Ausflüge unternommen (darunter zum Beispiel der Besuch einer Trockenfruchtfabrik und das anschließende Zurückfahren per Anhalter oder der Versuch, eine Zuckerrohrfabrik zu besichtigen – hier blieb es aber nur bei dem Versuch, dafür hatten wir jedoch einen tollen Fluss gesehen).

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Während der Zeit, in der immer mehr Freiwillige eingetroffen sind – am Schluss waren wir insgesamt 14 Freiwillige aus Uganda und Tansania – wurde meine Wohnung geschmückt, ein Baum gefällt, ganz viel Brot und Weihnachtsgebäck gebacken und viel Weihnachtsmusik angehört bzw. gesungen. An Heiligabend haben wir dann gemeinsam gekocht und vor der Bescherung gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Zur Bescherung wichtelten wir, ich hatte mit einer Uhr und einem etwas zu eng geratenen T-Shirt ganz klar den Jackpot erwischt 😉
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 IMG-20151224-WA0024Am 25. Dezember, also am ersten Weihnachtsfeiertag, machten wir uns alle auf den Weg in die Kirche, bevor dann abends und am nächsten Morgen wieder die meisten abgereist sind. Lotte, Markus und ich machten uns am gleichen Tag auf den Weg in unseren Urlaub, juhu! Davon werde ich euch morgen berichten.

Und nun Viel  Spaß bei unserem Gesang! Hierfür klickt ihr einfach auf den Link unten.

Singen in der Kirche

Bis bald!
Euer Raphael

2016

Ich wünsche euch allen ein gutes und frohes neues Jahr und nur das Beste für 2016!

Es tut mir leid, dass ich so lange nichts mehr von mir hören gelassen habe. Ich verspreche aber, dass bald ausführliche Berichte über Weihnachten und Silvester folgen werden.

Bis bald,
Raphael

Tag 20

Mit etwas Verspätung noch Türchen 20 von Amani (Chema, Transport Officer and Driver)

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Nikiwa mtoto sikukuu ya christmass tulinunaliwa ngua mpya na kunywa wiki nzima siku hizi hayo hayafany
iki ktr familia zehu kwa sababu gaharana za maisha zuruganda na pia wazazi wamejua umehinum wa Ekimu.

WHEN I WAS A CHILD OUR PARENTS DURING XMASS DAYS WERE BUYING US NEW CLOTHES FOR CELEBRATING THE FESTIVAL. ALSO WE WERE EATING DELICIOUS FOODS LIKE RICE AND MEAT WHICH WERE EXCEPTIONAL IN THE AREA. THIS WAS BECAUSED BY THE LACK 7 LOW INCOME IN THE FAMILY: SO PARENTS WERE PREPARING THIS FOR LONG PERIOD. NOW DAY IS NOT SO BECAUSE PARENTS CONSIDER MUCH TAKING CHILDREN TO SCHOOL THAN BUYING CLOTHES AND OTHER LUXOURIUS THING.

Tag 19

Heute gibt es ein Rezept von Franziska (Freiwillige, Caritas, Aura, Uganda)

Zutaten:
200 g Nutella (oder andere Nuss – Nougat- Creme)
150g Mehl
1 TL Backpulver
1 Ei
50 g Zucker

Zubereitung:
Geben Sie das Nutella in eine Rührschüssel und schmelzen sie es in der Mikrowelle oder in einem Wasserbad. Mischen Sie das Mehl mit dem Backpulver und geben sie ungefähr die Hälfte davon zum Nutella. Alles gut verrühren und das Ei hineingeben. Den Zucker hinzugeben und wieder gut verrühren. Nach und nach das restliche Mehl hinzugeben und mit verrühren (der Teig sollte eine Konsistenz wie Spielzeugknete haben).

Anschließend den Teig mit zwei Esslöffel in walnussgroßen Klecksen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen Danach im vorgeheizten Backofen bei 140° C ober-/Unterhitze backen (Umluft: 110°C).

Tipp: Wenn sie die Kekse lieber krachend knusprig mögen, empfehle ich eine Backzeit von 20 Minuten. Für alle, die die Kekse weicher mögen, entsprechend weniger (ca. 10 Min).

Viel Spaß damit 🙂

Tag 18

Zum heutigen Türchen: es ist eine weitere kleine Geschichte von Leander (Freiwilliger, Mwanga Secondary School, Mwanga; Mwanga ist eine Stadt im Norden von Tansania).

Ein junges Paar ist frisch verheiratet. Zum Weihnachtsfest wollen die beiden ein Kaninchen braten. Bevor sie das Kaninchen in den Schmortopf legt,  schneidet die Frau die beiden Hinterlaufe ab und legt sie extra in den Topf. „Warum machst du das?“, fragt ihr Mann interessiert. „Das muss so sein. Meine Mutter macht das auch immer so“, antwortet die Frau. Daraufhin fragt der Mann seine Schwiegermutter, warum sie das tut. „Ich weiß es nicht“,  antwortet diese, „aber meine Mutter macht das auch so“.  Also fragt der Mann die Großmutter: „Warum legst du die Hinterbeine extra in den Topf?“

„Ganz einfach“, antwortet sie, „mein Schmortopf ist so klein,  dass der Weihnachtsbraten nicht reinpasst“.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend!

Türchen 17

Tag 17 und somit Türchen 17, das heute von Max kommt (Freiwilliger, Tanzania Environmental Action Association (TEACA), Moshi, Tansania; Moshi ist eine Stadt im Nordosten von Tansania am Südhang des Kilimandscharos).

HoHoHo,

Raphael bat mich letztens einen Beitrag für seinen geplanten Adventskalendar zu leisten. Dem Wunsch komme ich doch gerne nach. Er sagte, es könne alles mögliche sein. Ich stimmte nur zu, weil ich sofort wusste, was ich ihm schicken werde. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Einen Gaumenschmausrezept. Benötigt dafür werden:

  • Reis (vorzugsweise geschälter weißer)
  • Mangos, Bananen oder Papaya (habe ich noch nicht getestet)
  • Wasser
  • (wer drauf steht, so wie ich, dann noch Kidney Bohnen)
  • Zimt
  • Salz

Ursprung dieser ungewöhnlichen Mixtur ist der Fakt, dass mich das Essen hier in meiner Gastfamilie in meinem Projekt sehr langweilt und hier kein Wert auf Geschmack gelegt wird (erste Prämisse: das Essen muss sättigen). Also versuche ich, mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, das Beste draus zu zaubern. Zudem ist folgender Kochvorschlag schnell zuzubereiten. Ich wage sogar so weit zu gehen, dass besonders für uns Freiwillige mit kleinem Budget dieses Essen eines der preislich billigsten Kompromisse zwischen Geschmack, Sättigungsfaktor und gesundheitlichen Aspekten und Preiskosten sind. Denn Ugali (gekochtes Maismehl) jeden Tag zu essen macht mich verrückt! 😀

Doch nun zur Anleitung… Und wer eine bessere Rezeptführung erwartet, der solle doch bitte wahlweise bei chefkoch.de vorbeischauen. Rezepte schreiben, liegt nicht in meinem Feld der Stärken.

Der erste Schritt: Reis kochen. Wie Reis gekocht wird, brauche ich nicht zu erläutern. Wahlweise kann auch das Verhältnis von gekochtem Reis und „matunda“ (Obst → Bananen, Papaya und Mango) beliebig angepasst werden. Während der Reis im Wasser brodelt, kann auch schon das Obst geschnippselt werden. Sobald der Reis verzehrbereit ist, werden einfach beide Bestandteile vermischt, sodass aber die Konsistenz des Obstes nicht zerstört wird.

Zuletzt wird noch Zimt verwendet, um den ganzen noch einen leckeren und noch gesünderen „Touch“ zu verleihen. Und voila, es kann gegessen werden. Wer es mit zusätzlicher Kidney Bohnen essen möchte, der muss diese natürlich schon einen Tag vorher vorbereiten und schonmal in Wasser einweichen, sodass die Kochzeit maximal minimiert werden kann. Doch der Faule kauft sich einfach die Bohnen aus der Dose. 😀

Fazit:

Vor allem, wenn der Reis mit Salz gekocht wurde, gefällt mir die Kombination sehr. Zuerst sticht der Geschmack von Reis heraus, wird durch das Salz verfeinert und trifft zuletzt auf die Fruchtigkeit und Süße des Obstes. Mit Mangos schmeckt es besonders lecker, doch leider sind die Gelée-artigen Mangos in deutschen Supermärkten nicht erhältlich. An alle FW in Ostafrika, die das lesen: Probiert es aus. Es lohnt sich und selbst die untalentierten Köche unter euch können das.

Max

Tag 16

Heute gibt es was kleines zum Nachdenken von Christian (Freiwilliger, KATEMPRIS Katabaro English Medium Primary School, Karagwe, Tansania)

Auf die großen eingerissenen Bananenblätter prasselt der Regen, welche durch den aufkommenden Wind auf und ab wippen. Im Nebel ist dieses Schauspiel jedoch nur halb ersichtlich. Außerdem wird es durch das Hämmern der Tropfen auf dem Wellblechdach von einem allgemeinem Rauschen umarmt.
In einer leeren importierten Weinflasche steht eine Moskito-abweisende weiße Kerze, die schon um einiges runtergebrannt ist. Frische Mangos und Bananen liegen dahinter in der Küchenablage, auf der der silberne Wasserfilter seiner Arbeit nach geht. Die daneben stehende Anlage schweigt und auch der Gasherd schweigt zu so früher Stunde.
Man wartet – das Gas auf’s kochen, die Anlage auf Strom, der Filter beim Zähneputzen und trinken zu helfen und die zweckentfremdete Kerze… auf Weihnachten. Unter sengender Hitze sowie Segen und Fluch der Regenzeit, wo Schnee ein Privileg der Kilimanjaroos bleibt, wartet man. Advent – Ankunft … Von was? Der Kerzenschein trällert das Lied von Freunden, Familie, Plätzchen, Festmahlen und goldenen Kreisen zwischen grünen Ästen und solcher, die über Tresen wandern.
Man könnte jetzt natürlich die Bananen schmücken, Wein erhitzen, Schnulzen auflegen und sich immer wieder mit immer mehr Leuten treffen. Aber es ist doch der persönliche Wert, der zählt, hat man mal gehört. Wo ist der denn?
In jedem Fall sollten wir nicht alles machen wie zu Hause. Man könnte nochmal was kaputt machen.

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