Türchen 17

Tag 17 und somit Türchen 17, das heute von Max kommt (Freiwilliger, Tanzania Environmental Action Association (TEACA), Moshi, Tansania; Moshi ist eine Stadt im Nordosten von Tansania am Südhang des Kilimandscharos).

HoHoHo,

Raphael bat mich letztens einen Beitrag für seinen geplanten Adventskalendar zu leisten. Dem Wunsch komme ich doch gerne nach. Er sagte, es könne alles mögliche sein. Ich stimmte nur zu, weil ich sofort wusste, was ich ihm schicken werde. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Einen Gaumenschmausrezept. Benötigt dafür werden:

  • Reis (vorzugsweise geschälter weißer)
  • Mangos, Bananen oder Papaya (habe ich noch nicht getestet)
  • Wasser
  • (wer drauf steht, so wie ich, dann noch Kidney Bohnen)
  • Zimt
  • Salz

Ursprung dieser ungewöhnlichen Mixtur ist der Fakt, dass mich das Essen hier in meiner Gastfamilie in meinem Projekt sehr langweilt und hier kein Wert auf Geschmack gelegt wird (erste Prämisse: das Essen muss sättigen). Also versuche ich, mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, das Beste draus zu zaubern. Zudem ist folgender Kochvorschlag schnell zuzubereiten. Ich wage sogar so weit zu gehen, dass besonders für uns Freiwillige mit kleinem Budget dieses Essen eines der preislich billigsten Kompromisse zwischen Geschmack, Sättigungsfaktor und gesundheitlichen Aspekten und Preiskosten sind. Denn Ugali (gekochtes Maismehl) jeden Tag zu essen macht mich verrückt! 😀

Doch nun zur Anleitung… Und wer eine bessere Rezeptführung erwartet, der solle doch bitte wahlweise bei chefkoch.de vorbeischauen. Rezepte schreiben, liegt nicht in meinem Feld der Stärken.

Der erste Schritt: Reis kochen. Wie Reis gekocht wird, brauche ich nicht zu erläutern. Wahlweise kann auch das Verhältnis von gekochtem Reis und „matunda“ (Obst → Bananen, Papaya und Mango) beliebig angepasst werden. Während der Reis im Wasser brodelt, kann auch schon das Obst geschnippselt werden. Sobald der Reis verzehrbereit ist, werden einfach beide Bestandteile vermischt, sodass aber die Konsistenz des Obstes nicht zerstört wird.

Zuletzt wird noch Zimt verwendet, um den ganzen noch einen leckeren und noch gesünderen „Touch“ zu verleihen. Und voila, es kann gegessen werden. Wer es mit zusätzlicher Kidney Bohnen essen möchte, der muss diese natürlich schon einen Tag vorher vorbereiten und schonmal in Wasser einweichen, sodass die Kochzeit maximal minimiert werden kann. Doch der Faule kauft sich einfach die Bohnen aus der Dose. 😀

Fazit:

Vor allem, wenn der Reis mit Salz gekocht wurde, gefällt mir die Kombination sehr. Zuerst sticht der Geschmack von Reis heraus, wird durch das Salz verfeinert und trifft zuletzt auf die Fruchtigkeit und Süße des Obstes. Mit Mangos schmeckt es besonders lecker, doch leider sind die Gelée-artigen Mangos in deutschen Supermärkten nicht erhältlich. An alle FW in Ostafrika, die das lesen: Probiert es aus. Es lohnt sich und selbst die untalentierten Köche unter euch können das.

Max

Advertisements

2 Gedanken zu “Türchen 17

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s