Tag 16

Heute gibt es was kleines zum Nachdenken von Christian (Freiwilliger, KATEMPRIS Katabaro English Medium Primary School, Karagwe, Tansania)

Auf die großen eingerissenen Bananenblätter prasselt der Regen, welche durch den aufkommenden Wind auf und ab wippen. Im Nebel ist dieses Schauspiel jedoch nur halb ersichtlich. Außerdem wird es durch das Hämmern der Tropfen auf dem Wellblechdach von einem allgemeinem Rauschen umarmt.
In einer leeren importierten Weinflasche steht eine Moskito-abweisende weiße Kerze, die schon um einiges runtergebrannt ist. Frische Mangos und Bananen liegen dahinter in der Küchenablage, auf der der silberne Wasserfilter seiner Arbeit nach geht. Die daneben stehende Anlage schweigt und auch der Gasherd schweigt zu so früher Stunde.
Man wartet – das Gas auf’s kochen, die Anlage auf Strom, der Filter beim Zähneputzen und trinken zu helfen und die zweckentfremdete Kerze… auf Weihnachten. Unter sengender Hitze sowie Segen und Fluch der Regenzeit, wo Schnee ein Privileg der Kilimanjaroos bleibt, wartet man. Advent – Ankunft … Von was? Der Kerzenschein trällert das Lied von Freunden, Familie, Plätzchen, Festmahlen und goldenen Kreisen zwischen grünen Ästen und solcher, die über Tresen wandern.
Man könnte jetzt natürlich die Bananen schmücken, Wein erhitzen, Schnulzen auflegen und sich immer wieder mit immer mehr Leuten treffen. Aber es ist doch der persönliche Wert, der zählt, hat man mal gehört. Wo ist der denn?
In jedem Fall sollten wir nicht alles machen wie zu Hause. Man könnte nochmal was kaputt machen.

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