Die andere Seite von Dar…

Guten Morgen,

Nach 10 Stunden Busfahrt haben wir Dar am Mittwochabend zufrieden und gut gelaunt erreicht. Dort haben wir, Mathilda und ich, uns mit zwei weiteren Freiwilligen, Arne und Leander, getroffen. Wir gingen auf die Suche nach einem Hotel. Keiner von uns vier hätte zu diesem Zeitpunkt erahnen können, was uns im Laufe der nächsten Stunden erwarten würde.

Nach enttäuschender Suche vertrauten wir etwas naiv einem Fremden. Dieser Fremde war sehr hilfsbereit und organisierte uns ein sehr günstiges Hotel mit einem sehr vertrauenswürdigem Fahrer. Wir stiegen zufrieden  ins Auto ein und hofften, endlich bald in einem Hotel zu sein. Es kam uns nicht einmal annähernd spansich vor, dass die hinteren Scheiben sehr gut abgedunkelt waren und die hinteren Türen verschlossen wurden. Wir freuten uns über eine kleine Stadttour. So lange, bis wir am Haus des Managers ankammen. Die Angelegenheit wurde mit dem Einsteigen von weiteren Personen erst richtig gemütlich. Wir saßen also zu sechst auf der Ruckbank, als wir aus unserem Traum gerissen wurden und die freundlichen Männer einen Vorschuss am Geld haben wollten. Anschließend waren diese hilfsbereiten Fremden sogar noch so freundlich und haben uns angeboten, Geld für uns abzuheben. Sie betrachteten sogar ausgiebig unsere Handys, bis wir ihnen zwei von unseren Handys freiwillig überlassen haben. Nach weiteren  drei Stunden im bequemen Auto mussten wir enttäuscht feststellen, dass weit und breit kein Hotel zufinden war.

Wie ihr vielleicht rausgelesen habt, wurden wir gestern also überfallen. Insgesamt wurden uns eine Million Tsh (500 Euro) geraubt, plus die Summen, die von unseren Konten abgehoben wurden. Immerhin haben wir alle unsere Reisepasse wiederbekommen. Uns wurde zwar viel Geld entwendet, doch Arne schlug zurück und konnte seinem freundlichem Räuber seine religiöse Kopfbedeckung entwenden. Wir vier sind alle unverletzt und bis auf einen Schock heil wieder rausgekommen. Trotz der Tatsache, mich gesundheitlich immer sicher gefühlt zu haben, beschäftigt mich dieses unangenehme Ereignis noch immer. Der schlimmste Moment war eindeutig der Zeitpunkt, als zwei von ihnen auf unserem Schoß saßen und es hieß, dass sie unser Geld haben wollen. Innerlich war einem davor schon bewusst, was passieren würde, doch dieser Moment machte es erst so richtig deutlich und zog einem sozusagen den Boden unter den Füßen weg.

Ich melde mich bald wieder bei euch!

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