Mein neuer Luxus…

Hallo meine Lieben,

hier in Omuruhshaka wird eine neue Straße gebaut. Aufgrund dieser Arbeiten wird zum Teil auch am Stromnetz gearbeitet, was zu täglichen Stromausfällen führt, die dann den ganzen Tag anhalten. Deshalb kommt erst heute der nächste sehnsüchtig erwartete Beitrag 😉

Heute möchte ich „mit euch“ auf einen kleinen Rundgang durch mein neues Reich gehen. Meine Wohnung ist auf dem Gelände von meiner Organisation untergebracht. In dieser Wohnung, die ich euch gleich vorstellen möchte, wohnt auch noch bis Ende Oktober mein Mitbewohner David, der dann wieder nach Deutschland zurückkehren wird.DSC_0066
Karibu (Willkommen). Nachdem wir die Schwelle übertreten haben, stehen wir auch schon mitten im Gemeinschaftsraum oder besser gesagt im Wohnzimmer.DSC_0067

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Von hier geht es entlang eines sehr langen Ganges zu den einzelnen Zimmern, darunter auch zum Bad.
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Es lässt sich kein Mangel an Luxus erkennen. Versucht man aber zum Beispiel die Klospülung zu betätigen oder den Wasserhahn aufzudrehen, stellt man sehr schnell fest: mit fließend Wasser ist hier nix. Deshalb wird das Badezimmer nicht so oft benutzt. Wenn wir den Gang wieder zurücklaufen, kann man einen schönen Blick auf den gemütlich eingerichteten Hinterhof erhaschen.
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Betritt man diesen gemütlichen Hinterhof, findet man die ausgelagerte Küche. Die Küche hat alles, was eine Küche haben muss, nur leider ebenfalls kein fließend Wasser.IMG-20150911-WA0018
Da man in Afrika auch viele neue Erfahrungen sammeln möchte, wird meistens nicht in der Küche gekocht und gebacken, sondern auf der eigens angefertigten Feuerstelle von Chema oder im Lehmofen.
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Die einzige Möglichkeit, an Wasser zu gelangen, ist der drei Kilometer weit entfernte Fluss. In diesem wird Wasser abgeschöpft und später abgekocht. Kleiner Spaß 🙂 Hier gibt es einen großen Wassertank. Der Wassertank versorgt den Wasserhahn im Hinterhof mit Wasser.
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Die aufmerksamen Leser von euch haben sicherlich festgestellt: es fehlt noch etwas sehr wichtiges in unserem Rundgang aufgrund der Tatsache dass das Badezimmer nicht benutzt wird. Genau, die eigens angefertigte Dusche, bestehend aus zwei Flaschen Wasser und einem Tuch als Duschvorhang sowie die Toilette, die aus einem Loch in einem Boden (natürlich ohne Spülung) besteht.
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Zum Schluss des Rundgangs möchte ich euch noch eines der vielen Haustiere vorstellen, die man hier überall finden kann: Geckos.
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Ich hoffe mein Rundgang durch mein neues Reich hat euch gefallen!
Bis zum nächsten mal,
Raphael

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Mein erster richtiger Ausflug

Am Wochenende war es soweit und ich bin zu meinem ersten Ausflug aufgebrochen.

Ich habe mich mit dem DallaDalla (Bus) auf den Weg in die circa zwei Stunden entfernte Stadt Bukoba gemacht. Die Dalla-Fahrt ist immer so eine Sache: man stelle sich zwischen 23 und 30 Personen in einem recht kleinen Transporter mit ein paar Sitzreihen vor. Dabei sind die Sitzplätze nicht immer komfortabel ausgestattet, sondern in der Regel spürt man die Federn (falls der Sitzplatz überhaupt welche vorweisen kann) sehr genau. Auch eine Beinfreiheit ist leider nicht immer gegeben, was ich aber auch nicht erwartet hatte. Es kann aber auch passieren (genauso wie bei meiner Fahrt nach Bukoba), dass die Sitzbänke erweitert werden und der ein oder andere Passagier es sich es auf einem Schoß seiner Wahl bequem macht.

Trotz all diesen Tatsachen macht eine Dalla-Fahrt unheimlichen Spaß!

Die Stadt Bukoba liegt an der Westküste des Viktoriasees, zählt ca. 100.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Region Kagera. Aufgrund der Tatsache, dass in Tansania Ende Oktober neue Wahlen stattfinden, sind wir zufälligerweise auch an genau dem Wochenende dorthin gefahren, an dem sich der Kanidat von CHADEMA (Partei für Demokratie und Entwicklung) in Bukoba aufhielt. Somit war einiges geboten!

Zuerst begutachteten wir den Strand des Victoriasees und aßen in einem Lokal direkt am Strand einen sehr leckeren Fisch.
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Der Victoriasee zeigte sich von einer sehr schönen Seite, wie ihr auf folgenden Fotos sehen könnt:
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Nach der Stärkung wurde dann Bukoba besichtigt. Im Vergleich zu deutschen Städten gibt es aber in tansanischen Städten nicht unbedingt ein kulturelles Programm. Der letzte Punkt auf unserer Ausflugsliste war der Ndolage Wasserfall in Kamachumu.

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Danach wurde dann wieder mit dem DallaDalla die Heimreise angetreten.

Es hat sehr viel Spaß gemacht!
Bis bald, euer Raphael

Die ersten Arbeitstage…

Seit Montag arbeite ich nun schon in meinem Projekt bei meiner Organisation „Chema“. Zuerst habe ich eine kleine Einführung in die Organisation bekommen und danach folgte ein kleiner Rundgang. Bei diesem Rundgang lernte ich die meisten meiner Kollegen kennen. Mein Vorgänger hinterließ mir einen Stick mit Aufgaben, Dokumenten und anderem. Na, wie soll ich sagen, dieser wurde hier aber leider verlegt und tauchte bis zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht auf. Deshalb bestanden meine ersten Aufgaben darin kaputte Monitore zu reparieren (Zumindest versuch ich diese zu reparieren). Anscheinend hat sich dies schnell rumgesprochen. Gestern wurde ich nämlich darauf angesprochen und sollte mir gleich einen Kopierer aus einem Copyshop  anschauen. Mal schauen was für Geräte sonst noch so auf mich warten 🙂

Auf den folgenden Bildern seht Ihr das Gelände sowie die Bürogebäude von meiner Organisation:

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Und hier noch mein kleines Büro:
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Bis die Tage!

Ein kleiner Rückblick für Euch

So: da ich in den letzten zwei Wochen nicht zum Schreiben gekommen bin, folgt nun ein kurzer Rückblick.

Meine Mitfreiwilligen und ich sind in Dar es Salaam gelandet und wurden von unserem Betreuer abgeholt. In Dar haben wir dann zwei Tage verbracht, um einige Besorgungen zu machen wie beispielsweise eine Handykarte zu kaufen. Über meine Eindrücke von Dar es Salaam habe ich euch ja bereits berichtet!

Mit dem Bus machten wir uns von Dar es Salaam auf den Weg in die Usambara-Berge, genauer gesagt nach Mlalo zu einer alten deutschen Mission (die Fahrzeit betrug ca. 10 Stunden). Dort erlangten wir durch einen Kisuaheli-Kurs erste Sprachkenntnisse, die wir auf dem Markt, beim Fußballspielen mit einheimischen Kindern und Jugendlichen oder in der Kirche gleich testen konnten. Des Weiteren erkundigten wir mit Wanderungen die sehr schöne Landschaft der Usambara-Berge, die ihr auf folgenden Fotos sehen könnt:DSC_0103 DSC_0086
Nach diesen acht Tagen Sprachkurs machten wir uns alle gemeinsam auf den Weg zu unseren Projekten. Wir wurden jeden Tag weniger, schließlich blieb nur noch ich übrig, da ich den weitesten Weg hatte. Nach einer gefühlt ewig langen Reise in alten Reisebussen (die nicht unbedingt bequem sind) und Aufenthalten in den Städten Moshi, Arusha sowie Bukoba, erreichte ich nach vier Tagen Reise nun den Ort meines Projektes: die Stadt Omurushaka im Karagwe District.

Omurushaka ist die zweitgrößte Stadt im Distrikt und wird zurzeit von einer sehr großen Baustelle geprägt. Die erste Begegnung mit meinem neuen Chef war sehr herzlich und ich freue mich auf Montag und somit auf meinen ersten Arbeitstag in meinem Projekt. Falls ihr noch genauere Fragen habt, freue ich mich über eure Kommentare. Unten findet ihr noch ein paar Eindrücke aus der ersten Zeit!

Bis bald,

Euer Raphi
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